Ein InspectWP-Report ist das Ergebnis eines einzelnen Crawls: Wir öffnen deine Seite in einem echten Headless-Chrome-Browser, schauen uns HTML, Skripte, Antwort-Header, DNS, Zertifikate und einige weitere Quellen an und verdichten das Ganze zu einer strukturierten Seite. Diese Anleitung erklärt, wie diese Seite aufgebaut ist, was in jedem Bereich steht und wie du damit arbeitest.
1. Der Report auf einen Blick
Jeder Report beginnt mit einem Header: gecrawlte URL, Zeitpunkt, Screenshot von dem, was der Crawler tatsächlich gesehen hat, sowie ein paar schnelle Indikatoren. Darunter findest du 13 thematische Bereiche, jeder als einklappbares Accordion. Du kannst sie einzeln öffnen und schließen. Premium-Nutzer können den Report zusätzlich als PDF exportieren oder direkt einen neuen Crawl auslösen.
2. Die 13 Bereiche
Die Reihenfolge ist in jedem Report identisch, damit du dich schnell zurechtfindest:
WordPress
Erkannte WordPress-Version und ob sie noch unterstützt wird, aktives Theme und ggf. Child-Theme, alle erkannten Plugins, Cache-Plugins, Multisite-Status und Hinweise auf den Gutenberg-Editor.
Security
SSL/TLS-Zertifikatsstatus, HTTP-Sicherheitsheader (CSP, HSTS, X-Frame-Options, Referrer-Policy und mehr), erreichbare debug.log, REST-API-Sichtbarkeit und erkannte Sicherheits-Plugins.
DSGVO
Datenschutz-relevante Befunde: Gravatar, Google Fonts, Google Analytics, Google Maps, Facebook-Pixel und weitere externe Ressourcen, die die Seite lädt.
SEO
Title-Tag, Meta-Description, Canonical-URL, Robots-Meta, Sitemap, JSON-LD-Strukturdaten und Open-Graph-Tags.
Tools
Auf der Seite erkannte Drittanbieter-Tools, z. B. Tag-Manager, Tracking-Tools, Analytics-Skripte, Page-Builder und Chat-Widgets.
HTML
Doctype, Viewport, Favicons, Anzahl der CSS- und JS-Dateien, Konsolenfehler und -warnungen während des Crawls sowie unsichere HTTP-URLs auf einer HTTPS-Seite (Mixed Content).
Content
Bild-Anzahl und -Statistik, Wortzahl, Heading-Hierarchie (H1–H6), verwendete Fonts und auf der Seite gefundene E-Mail-Adressen.
Headers
Die kompletten HTTP-Antwort-Header, wie der Server sie geliefert hat. Hilfreich beim Debuggen von Caching, CDN-Verhalten oder Komprimierung.
DNS
DNS-Records der Domain (A, AAAA, MX, NS, TXT und mehr).
E-Mail-bezogene DNS-Einträge: SPF, DKIM, DMARC. Wichtig für die Zustellbarkeit, wenn die Seite auch Mails versendet.
Performance
HTTP-Version (HTTP/1.1, HTTP/2, HTTP/3), Content-Encoding (gzip, brotli) und HTML-Größe.
Hosting
Erkannter Hoster, Server-Software, PHP-Version und IP-Adresse. Hinweis: Ein CDN oder Reverse-Proxy vor deinem Origin kann das Ergebnis beeinflussen.
Misc
Alles, was sonst nirgends reinpasst: die genaue gecrawlte URL, Cookies, die beim Seitenaufruf gesetzt wurden, sowie localStorage- und sessionStorage-Einträge.
3. Wie du einen Report liest
Reports können beim ersten Mal überwältigend wirken. Empfohlener Workflow:
- Beginne mit der Farbe: Jedes Feld hat einen Status: Grün, Gelb, Rot oder Grau. Rote Befunde zuerst, dann Gelb, dann ein kurzer Blick auf Grau. Die Farben werden im Detail im Artikel Status-System verstehen erklärt.
- Arbeite nach Thema: Wenn dein Ziel heute SEO ist, arbeite den SEO-Bereich komplett ab, statt zwischen Bereichen zu springen.
- Nutze den Screenshot: Wirkt ein Bereich verdächtig leer, sagt dir der Screenshot, ob der Crawler tatsächlich deine echte Seite gesehen hat oder eine Block-Page. Falls eine Block-Page sichtbar ist, hilft Was tun, wenn der Crawl nicht klappt.