Anleitung

Tracking-Pixel aus WordPress entfernen (DSGVO)

8. Februar 2026

Tracking-Pixel (auch Conversion-Pixel oder Tags genannt) sind kleine Code-Snippets, die Dienste wie Facebook, LinkedIn, TikTok, Pinterest und Twitter auf deiner Seite einbetten, um das Besucherverhalten zu verfolgen. Nach der DSGVO ist das Laden dieser Pixel ohne ausdrückliche Nutzereinwilligung ein Verstoß — selbst wenn der Nutzer nicht mit ihnen interagiert. So findest und verwaltest du sie.

Was Tracking-Pixel tun

Jedes Tracking-Pixel sendet Daten an die jeweilige Plattform zurück, wenn eine Seite geladen wird:

  • Facebook Pixel (Meta Pixel) — Verfolgt Seitenaufrufe, Conversions und erstellt Retargeting-Zielgruppen. Sendet Daten an Facebook/Meta.
  • LinkedIn Insight Tag — Verfolgt Conversions von LinkedIn-Anzeigen und sammelt Demografiedaten.
  • TikTok Pixel — Misst die Anzeigenleistung und baut Zielgruppen auf TikTok auf.
  • Twitter/X Pixel — Verfolgt Conversions von Twitter-Anzeigen.
  • Pinterest Tag — Misst Aktionen, die Besucher auf deiner Seite ausführen, nachdem sie Pinterest-Inhalte gesehen haben.

Das DSGVO-Problem

Nach der DSGVO (und ähnlichen Gesetzen wie der ePrivacy-Richtlinie) sammeln Tracking-Pixel:

  • Personenbezogene Daten (IP-Adresse, Browsing-Verhalten) ohne Einwilligung.
  • Übertragen Daten an Server außerhalb der EU (insbesondere an US-Unternehmen).
  • Setzen Cookies für Tracking-Zwecke, bevor eine Einwilligung erteilt wurde.

Der korrekte Ansatz: Alle Tracking-Pixel blockieren, bis der Nutzer ausdrücklich zustimmt.

Methode 1: Bedingtes Laden mit einem Cookie-Consent-Plugin

Der empfohlene Ansatz ist die Integration der Tracking-Pixel mit deinem Cookie-Consent-Tool:

  1. Verwende eine Consent Management Platform (CMP) wie Cookiebot, Complianz oder Real Cookie Banner.
  2. Kategorisiere Tracking-Pixel als "Marketing"-Cookies.
  3. Die CMP blockiert die Pixel-Skripte, bis der Nutzer zustimmt.
  4. Nach der Einwilligung laden die Skripte normal.

Methode 2: Google Tag Manager mit Consent Mode

Wenn du den Google Tag Manager (GTM) zum Verwalten deiner Tracking-Pixel verwendest:

  1. Richte Google Consent Mode v2 in deinem GTM-Container ein.
  2. Konfiguriere den Auslöser jedes Tags so, dass Marketing-Einwilligung erforderlich ist.
  3. Verbinde deine CMP mit GTM, damit Einwilligungssignale automatisch weitergeleitet werden.
  4. Tags feuern erst, nachdem der Nutzer zugestimmt hat.

Methode 3: Vollständige Entfernung

Wenn du keine Tracking-Pixel benötigst, entferne sie komplett:

  1. Theme prüfen — Manche Themes haben Tracking-Pixel-Felder in ihren Einstellungen. Entferne die Pixel-IDs.
  2. Plugins prüfen — Plugins wie "PixelYourSite", "Insert Headers and Footers" oder Werbe-Plugins injizieren oft Tracking-Pixel. Deaktiviere und entferne sie.
  3. Header/Footer-Code prüfen — Schaue unter Design → Theme-Editor (oder in der functions.php deines Child-Themes) nach manuell hinzugefügten Script-Tags.
  4. Google Tag Manager prüfen — Wenn du GTM verwendest, entferne die Tracking-Tags aus deinem Container.

Versteckte Tracking-Pixel finden

Manche Tracking-Pixel sind schwer zu finden, weil sie:

  • Von Plugins geladen werden, die du nicht konfiguriert hast (z. B. WooCommerce-Erweiterungen)
  • In Third-Party-Widgets eingebettet sind (z. B. Social-Sharing-Buttons)
  • Von deinem Theme als "Features" hinzugefügt werden

Verwende InspectWP, um deine Seite zu scannen — es erkennt Facebook Pixel, LinkedIn Insight Tag, TikTok Pixel, Twitter Pixel, Pinterest Tag und andere Third-Party-Tracking-Skripte automatisch.

Nach der Entfernung — Überprüfen

  1. Führe InspectWP erneut aus, um zu bestätigen, dass alle Pixel entfernt oder einwilligungsgesteuert sind.
  2. Prüfe die Entwicklertools deines Browsers (Netzwerk-Tab) auf ausgehende Anfragen an Tracking-Domains wie connect.facebook.net, snap.licdn.com, analytics.tiktok.com.
  3. Teste mit gelöschten Cookies und abgelehnter Einwilligung — es sollten keine Tracking-Anfragen ausgelöst werden.

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