Glossar

Was ist eine XML-Sitemap?

8. Februar 2026

Eine XML-Sitemap ist eine Datei, die alle wichtigen Seiten deiner Website in einem strukturierten Format auflistet, das Suchmaschinen leicht lesen koennen. Stell sie dir als Inhaltsverzeichnis deiner Seite vor. Suchmaschinen-Crawler werden die meisten deiner Seiten irgendwann ueber Links entdecken, aber eine Sitemap beschleunigt den Prozess und stellt sicher, dass nichts Wichtiges uebersehen wird, besonders bei grossen Seiten mit Hunderten oder Tausenden von Unterseiten.

Was eine Sitemap tatsaechlich enthaelt

Im Kern ist eine XML-Sitemap eine Liste von URLs mit optionalen Metadaten fuer jeden Eintrag. Hier ist die Bedeutung der einzelnen Felder:

  • <loc>: Die vollstaendige URL der Seite. Dies ist das einzige Pflichtfeld.
  • <lastmod>: Das Datum der letzten Aenderung. Google nutzt dies, um zu entscheiden, ob die Seite erneut gecrawlt werden soll. Wenn du einen Blogbeitrag aktualisierst, sollte das lastmod-Datum diese Aenderung widerspiegeln.
  • <changefreq>: Wie oft sich die Seite voraussichtlich aendert (always, hourly, daily, weekly, monthly, yearly, never). In der Praxis ignoriert Google dieses Feld weitgehend und verleasst sich stattdessen auf eigene Crawl-Daten.
  • <priority>: Ein Wert zwischen 0.0 und 1.0, der die relative Wichtigkeit der Seite innerhalb deiner Website angibt. Wie changefreq wird auch dieses Feld von Google heute groesstenteils ignoriert.

Sitemap-Struktur und Sitemap-Index-Dateien

Eine einzelne Sitemap-Datei kann bis zu 50.000 URLs enthalten und darf unkomprimiert nicht groesser als 50 MB sein. Fuer die meisten kleinen bis mittleren WordPress-Seiten reicht eine Datei voellig aus. Groessere Seiten (WooCommerce-Shops mit Tausenden Produkten, Nachrichtenseiten mit jahrelangen Archiven) stossen aber schnell an dieses Limit.

Die Loesung ist eine Sitemap-Index-Datei. Anstatt URLs direkt aufzulisten, verweist die Index-Datei auf mehrere kleinere Sitemaps:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<sitemapindex xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9">
  <sitemap>
    <loc>https://example.com/post-sitemap.xml</loc>
    <lastmod>2025-03-15</lastmod>
  </sitemap>
  <sitemap>
    <loc>https://example.com/page-sitemap.xml</loc>
    <lastmod>2025-02-20</lastmod>
  </sitemap>
  <sitemap>
    <loc>https://example.com/product-sitemap.xml</loc>
    <lastmod>2025-03-18</lastmod>
  </sitemap>
</sitemapindex>

Sowohl Yoast SEO als auch Rank Math teilen deine Sitemap automatisch in kleinere Dateien auf, organisiert nach Inhaltstyp (Beitraege, Seiten, Kategorien, Produkte, etc.).

Ein einfaches Sitemap-Beispiel

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9">
  <url>
    <loc>https://example.com/</loc>
    <lastmod>2025-03-15</lastmod>
    <priority>1.0</priority>
  </url>
  <url>
    <loc>https://example.com/about/</loc>
    <lastmod>2025-01-10</lastmod>
    <priority>0.8</priority>
  </url>
</urlset>

Wie Google Search Console deine Sitemap nutzt

Das Einreichen deiner Sitemap bei Google Search Console ist eines der ersten Dinge, die du nach dem Start einer WordPress-Seite tun solltest. Nach der Uebermittlung zeigt dir die Search Console, wie viele URLs Google in der Sitemap gefunden hat und wie viele davon tatsaechlich indexiert sind. Das ist unglaublich nuetzlich fuer die Fehlerdiagnose. Wenn deine Sitemap 500 Seiten auflistet, aber nur 300 indexiert sind, weisst du, dass es ein Problem gibt, das untersucht werden sollte. Vielleicht sind einige Seiten duenn, dupliziert oder liefern Fehler.

Google Search Console zeigt dir auch, wann die Sitemap zuletzt vom Googlebot gelesen wurde, sodass du bestaetigen kannst, dass Google regelmaessig nach Aktualisierungen sucht.

WordPress und Sitemaps

Seit Version 5.5 generiert WordPress automatisch eine einfache XML-Sitemap unter /wp-sitemap.xml. Diese eingebaute Sitemap ist funktional, aber recht einfach gehalten. Sie enthaelt Beitraege, Seiten und benutzerdefinierte Beitragstypen, bietet aber nicht die Funktionen, die SEO-Plugins mitbringen.

Die meisten Seitenbetreiber verwenden stattdessen ein SEO-Plugin, weil die Plugins mehr Kontrolle bieten:

  • Yoast SEO: Generiert Sitemaps unter /sitemap_index.xml, teilt sie nach Beitragstyp auf, fuegt Bildreferenzen innerhalb jedes URL-Eintrags ein und schliesst automatisch noindexierte Inhalte aus.
  • Rank Math: Aehnliche Funktionalitaet, erreichbar unter /sitemap_index.xml. Unterstuetzt zusaetzlich News-Sitemaps und Video-Sitemaps fuer Seiten mit solchen Inhalten.

Wenn du ein SEO-Plugin aktivierst, das Sitemaps generiert, deaktiviert es typischerweise die WordPress-Core-Sitemap, um Konflikte zu vermeiden.

Was rein sollte und was nicht

Deine Sitemap sollte eine kuratierte Liste von Seiten sein, die du tatsaechlich von Suchmaschinen indexiert haben moechtest. Das bedeutet, selektiv zu sein:

  • Aufnehmen: Veroeffentlichte Blogbeitraege, wichtige Seiten (Ueber uns, Kontakt, Leistungen), Produktseiten, Kategorieseiten mit sinnvollem Inhalt.
  • Ausschliessen: Seiten mit noindex, Seiten mit duennem Inhalt (Tag-Archive mit nur ein oder zwei Beitraegen), paginierte Archivseiten (/page/2/, /page/3/), interne Suchergebnisseiten, Login- oder Registrierungsseiten, Danke-Seiten nach Formulareinsendungen.

Eine aufgeblaehte Sitemap voller minderwertiger URLs kann deiner SEO sogar schaden. Google hat ein begrenztes Crawl-Budget fuer jede Seite, und wenn es Zeit damit verbringt, Seiten zu crawlen, die nicht indexiert werden sollten, werden deine wichtigen Seiten moeglicherweise seltener gecrawlt.

Die Sitemap-Direktive in der robots.txt

Deine robots.txt-Datei sollte eine Zeile enthalten, die auf deine Sitemap verweist:

Sitemap: https://example.com/sitemap_index.xml

Das hilft Suchmaschinen, deine Sitemap zu finden, auch wenn du sie nicht ueber die Search Console eingereicht hast. Die meisten SEO-Plugins fuegen diese Zeile automatisch hinzu. Wenn du eine benutzerdefinierte robots.txt-Datei hast, stelle sicher, dass die Sitemap-Direktive vorhanden ist und auf die richtige URL verweist.

Haeufige Sitemap-Fehler

Ein paar Stolperfallen tauchen bei WordPress-Sitemaps regelmaessig auf:

  • Noindexierte URLs einschliessen: Wenn eine Seite ein noindex-Meta-Tag hat, aber in der Sitemap erscheint, sendest du Google widerspruechliche Signale. Die Seite sagt "indexiere mich nicht", waehrend die Sitemap sagt "bitte indexiere mich." SEO-Plugins handhaben das normalerweise korrekt, aber manuell erstellte Sitemaps koennen dieses Problem haben.
  • Veraltete lastmod-Daten: Manche Setups aktualisieren den lastmod-Zeitstempel nie. Wenn jede Seite in deiner Sitemap das gleiche Datum von vor drei Jahren zeigt, hoert Google auf, den lastmod-Daten zu vertrauen, und faellt auf seinen eigenen Crawl-Zeitplan zurueck.
  • Vergessen, nach einer Migration zu aktualisieren: Nach dem Umzug auf eine neue Domain oder einer Aenderung der URL-Struktur enthaelt die Sitemap oft noch alte URLs. Das fuehrt zu einer Flut von 404-Fehlern in der Search Console.
  • Mehrere widerspruechliche Sitemaps: Sowohl die WordPress-Core-Sitemap als auch eine Plugin-Sitemap gleichzeitig betreiben. Das ist zwar nicht schaedlich, kann aber beim Debuggen von Indexierungsproblemen verwirrend sein.

Was InspectWP prueft

InspectWP prueft, ob deine WordPress-Seite eine zugaengliche XML-Sitemap hat. Es sucht die Sitemap-URL in deiner robots.txt-Datei und probiert gaengige Pfade wie /sitemap.xml, /sitemap_index.xml und /wp-sitemap.xml. Wenn eine Sitemap gefunden wird, bestaetigt InspectWP, dass sie erreichbar und gueltig ist. So kannst du Probleme wie defekte Sitemap-URLs oder fehlende Sitemap-Direktiven erkennen, bevor sie deine Suchsichtbarkeit beeintraechtigen.

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