Anleitung

WordPress-Plugins aktuell und sicher halten

8. Februar 2026

Veraltete WordPress-Plugins sind einer der häufigsten Angriffsvektoren für Hacker. Laut mehreren Sicherheitsberichten stammen über 50% der WordPress-Schwachstellen von Plugins. Sie aktuell zu halten ist keine Option — es ist essenziell für die Sicherheit und Stabilität deiner Seite.



Warum Plugin-Updates wichtig sind



  • Sicherheitspatches — Die meisten Plugin-Updates enthalten Fixes für entdeckte Schwachstellen. Verzögertes Updaten lässt deine Seite verwundbar.

  • Kompatibilität — WordPress-Core wird regelmäßig aktualisiert. Veraltete Plugins können mit neueren WordPress-Versionen brechen.

  • Performance — Entwickler optimieren oft Code und reduzieren den Ressourcenverbrauch in neueren Versionen.

  • Neue Funktionen — Updates bringen Verbesserungen und neue Funktionalität.



Plugins sicher aktualisieren



  1. Zuerst ein Backup erstellen — Sichere immer Datenbank und Dateien vor dem Update. Verwende Plugins wie UpdraftPlus oder das Backup-Tool deines Hosters.

  2. Changelog prüfen — Lies vor dem Update, was sich geändert hat. Große Versionssprünge (z. B. 2.x → 3.x) können Breaking Changes enthalten.

  3. Einzeln aktualisieren — Aktualisiere nicht alle Plugins gleichzeitig. Wenn etwas bricht, musst du wissen, welches Update es verursacht hat.

  4. Zuerst auf Staging testen — Wenn du eine Staging-Umgebung hast, teste Updates dort, bevor du sie auf die Produktionsseite anwendest.

  5. Seite nach jedem Update prüfen — Überprüfe wichtige Funktionen: Formulare, Checkout, Login und wichtige Seiten.



Automatische Updates aktivieren (mit Vorsicht)


WordPress 5.5+ unterstützt automatische Plugin-Updates. Zum Aktivieren:



  1. Gehe zu Plugins → Installierte Plugins.

  2. Klicke bei jedem Plugin auf "Auto-Updates aktivieren".


Alternativ kannst du Auto-Updates für alle Plugins über wp-config.php aktivieren:


add_filter('auto_update_plugin', '__return_true');

Warnung: Auto-Updates können deine Seite beschädigen, wenn ein Plugin-Update Bugs hat. Aktiviere dies nur, wenn du zuverlässige Backups und Monitoring hast.



Umgang mit entfernten Plugins


Manchmal werden Plugins aus dem WordPress-Repository entfernt, weil Sicherheitsprobleme oder Richtlinienverstöße vorliegen. Wenn InspectWP ein entferntes Plugin meldet:



  1. Plugin sofort deaktivieren und löschen — Entfernte Plugins haben oft ungepatchte Schwachstellen.

  2. Alternative finden — Suche im WordPress-Plugin-Repository nach einem gepflegten Ersatz.

  3. Auf Restdaten prüfen — Manche Plugins hinterlassen Datenbanktabellen und Optionen. Bereinige diese manuell oder verwende ein Plugin wie WP-Optimize.



Plugin-Sicherheits-Best-Practices



  • Nur Plugins aus vertrauenswürdigen Quellen installieren — Das offizielle WordPress.org-Repository oder renommierte Entwickler mit nachgewiesener Erfolgsbilanz.

  • Ungenutzte Plugins entfernen — Deaktivierte Plugins können trotzdem ausgenutzt werden. Lösche, was du nicht verwendest.

  • Letztes Update-Datum prüfen — Plugins, die seit über einem Jahr nicht aktualisiert wurden, könnten aufgegeben sein. Erwäge Alternativen.

  • Plugin-Berechtigungen prüfen — Sei vorsichtig bei Plugins, die übermäßigen Dateisystem- oder Netzwerkzugriff anfordern.

  • Anzahl der Plugins begrenzen — Jedes Plugin vergrößert deine Angriffsfläche. Verwende nur, was du wirklich brauchst.



Wie InspectWP hilft


InspectWP erkennt deine installierten WordPress-Plugins, prüft deren aktuelle Versionen gegen das WordPress-Repository und markiert veraltete. Es warnt dich auch vor Plugins, die aus dem Repository entfernt wurden — ein kritischer Sicherheitsindikator, der oft übersehen wird.

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